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So erkennst du, ob du richtig drehst im Golfschwung: Brustkorbrotation

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Eine saubere Rotation im Golfschwung ist einer der wichtigsten Faktoren für konstante Ballkontakte, stabile Schlagflächen und eine gute Lowpoint Kontrolle. Viele Golfer glauben, sie drehen gut, verwechseln dabei aber Schulterbewegung mit echter Brustkorbrotation. Genau hier entstehen dann dünne Treffer, fette Schläge oder unkontrollierte Ballflüge.

In diesem Artikel zeige ich dir, woran du erkennst, ob du im Treffmoment richtig drehst und wie du ein klares Gefühl für die korrekte Bewegung entwickelst.

Video: So erkennst du, ob du richtig drehst

Warum die Brustkorbrotation so entscheidend ist

Im Golfschwung sollen Körper und Arme nicht gleichzeitig beschleunigen. Der Körper geht voraus, die Arme folgen für einen kurzen Moment verzögert. Genau diese Sequenz sorgt für Stabilität, Geschwindigkeit und Kontrolle.

Wenn sich dein Brustkorb im Abschwung nicht ausreichend nach links dreht, übernehmen automatisch die Arme die Hauptarbeit. Das führt fast immer zu Problemen im Treffmoment.

Ein klares Anzeichen dafür ist folgende Position.

Dein Brustbein zeigt im Treffmoment rechts neben den Ball. In dieser Stellung wird der Tiefpunkt des Schwungs zu weit nach hinten verlagert. Die Gefahr steigt, zuerst den Boden zu treffen oder den Ball dünn zu erwischen. Gleichzeitig überholt die Schlagfläche den Körper und schließt sich zu früh.

Die optimale Position im Treffmoment

Im Treffmoment sollte dein Brustbein leicht links neben dem Ball zeigen . Deine Schultern bleiben dabei weiterhin parallel zur Ziellinie. Das wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich, ist biomechanisch aber absolut sinnvoll.

Genau diese Position wird im verlinkten Video weiter oben sehr gut erklärt und gezeigt. Ab ungefähr Minute 1:40 bis 2:10 siehst du, wie sich der Brustkorb bereits nach links dreht, während die Schultern im Treffmoment noch square zur Ziellinie bleiben.

Unterkörper und Brustkorb sind bereits nach links rotiert. Die Schultern bleiben noch einen Moment square. Dadurch entsteht Spannung zwischen Oberkörper und Armen und genau diese Spannung stabilisiert den Treffmoment.

Ein gutes inneres Bild ist folgendes.

Du drehst deinen Brustkorb nach links und hast das Gefühl, deinen rechten Brustmuskel sanft gegen den linken Bizeps zu drücken. Die Arme bleiben locker, der Körper führt.

Typischer Fehler vieler Golfer

Viele Spieler schwingen im Abschwung fast ausschließlich mit den Armen. Der Körper bleibt stehen, der Brustkorb rotiert nicht weiter und der Schläger muss im letzten Moment manipuliert werden.

Die Folgen sind unkonstante Treffer, schwankende Flugkurven und ein Gefühl von fehlender Kontrolle.

Wenn du das kennst, liegt die Ursache sehr häufig nicht in den Armen, sondern in der fehlenden Rotation des Brustkorbs durch den Treffmoment hindurch.

Einfache Übung für mehr Gefühl

Du kannst die richtige Bewegung sehr gut ohne Ball trainieren.

Stell dich aufrecht hin. Strecke die Arme locker nach vorne aus. Drehe nun Hüfte und Brustkorb langsam nach links, ohne die Schultern aktiv mitzunehmen. Die Schultern bleiben möglichst ruhig, während sich der Brustkorb bewegt.

So baust du ein erstes Gefühl dafür auf, wie sich eine unabhängige Brustkorbrotation anfühlt.

Eine zweite sehr effektive Übung ist die Voraktivierung vor dem Schlag.

Stell dich an den Ball. Drehe bewusst Hüfte und Brustkorb leicht nach links gegen den linken Oberarm. Spüre die Körperspannung. Dann geh zurück in die Ansprechposition und schlage den Ball.

Diese Vorspannung verbessert nicht nur die Rotation, sondern auch die Geschwindigkeit und die Treffmomentqualität.

Beweglichkeit als Schlüssel

Damit diese Bewegung sauber funktioniert, brauchst du eine gewisse Beweglichkeit im Rumpf und in der Hüfte. Viele Golfer haben zwar ein gutes Beweglichkeitsniveau, nutzen dieses aber im Golfschwung nicht richtig.

Wenn du deine Rotation auf ein neues Level heben willst, kann gezieltes Beweglichkeitstraining helfen. Auf Golfreich.com findest du ein Online Trainingsprogramm, das dir hilft, genau diese Rotationsfähigkeit systematisch aufzubauen und in deinen Schwung zu übertragen.

Fazit

Die Rotation durch den Treffmoment ist kein optionaler Bonus, sondern eine Grundlage für stabilen Kontakt und mehr Kontrolle im Golfschwung. Achte bewusst darauf, dass dein Brustkorb nach links durchdreht, während die Schultern noch square bleiben. Trainiere das Gefühl regelmäßig ohne Ball und integriere Voraktivierungsübungen in dein Warm up.

Wenn du diese Prinzipien verinnerlichst, wirst du konstantere Schlagflächenkontrolle, eine bessere Ballflugrichtung und mehr Vertrauen in deinen Schwung bekommen.

Viel Erfolg beim Üben und weiterhin gute Runde.

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