Willst du die richtige Hüftdrehung lernen? Dann darfst du nicht sofort aus der Hüfte aufzudrehen. Das sieht auf den ersten Blick dynamisch aus, führt aber oft dazu, dass der Oberkörper gleich mitzieht. Die Folge: Der Schläger kommt zu steil oder von außen an den Ball. Das Ergebnis sind Slices, inkonstante, kurze, fette Treffer oder getoppte Bälle. So klappt die richtige Hüftdrehung erst recht nicht.
Key Takeaways – So funktioniert die richtige Hüftdrehung beim Golf
- Druckaufbau in den linken Zehballen ist der erste Schritt für eine saubere Rotation.
- Die Hüfte rotiert nicht aktiv, sondern über die Streckung des linken Beins.
- Nur mit richtig verlagertem Gewicht entsteht die nötige Vorspannung im Körper.
- Das Bewegungsmuster: Zehballen → Streckung → Ferse sorgt für Timing, Power und Kontrolle.
Was dir fehlt, ist das richtige Timing und die richtige Reihenfolge der Bewegungen. Genau da setzt die 2-Schritte-Methode an.
Schritt 1: Druck auf den linken Zehballen
Nach dem Ausholen gehst du nicht direkt in die Hüftrotation. Zuerst musst du deinen Körper in die linke Seite „hineinsacken“ lassen. Dabei ist es entscheidend, dass du für einen kurzen Moment Druck in den linken Zehballen bekommst.
Ohne diese vorbereitende Bewegung fehlt dir die Grundlage für eine saubere Rotation. Der Druckaufbau in der linken Seite sorgt dafür, dass dein Körper stabil bleibt und du Kontrolle über die weitere Bewegung behältst.
Schritt 2: Linkes Bein strecken – Hüfte dreht automatisch
Aus dieser Position heraus leitest du die Rotation ein – nicht aktiv aus der Hüfte, sondern indem du das linke Bein aktiv streckst. Diese Streckung schiebt den linken Hüftknochen zurück. Dadurch entsteht die Rotation ganz natürlich und kraftvoll.
Wichtig dabei: Wenn dein Gewicht noch auf dem rechten Fuß liegt, funktioniert diese Streckung nicht. Deshalb ist Schritt 1 – der Druckaufbau in der linken Seite – unverzichtbar.
Das Bewegungsmuster: Zehballen – Streckung – Hacke
Der Ablauf sieht so aus:
- Ausholen
- Druck in den linken Zehballen
- Streckung des linken Beins
- Druck wandert in die Ferse
- Rotation entsteht automatisch
Diese Abfolge bringt dich in eine ideale Position für den Treffmoment – mit Vorspannung zwischen Unter- und Oberkörper.
Übungstipp
Mach einige Probeschwünge ohne Ball und spüre die Abfolge: erst Druck aufbauen, dann gezielt strecken. Beobachte, wie sich der Körperschwerpunkt vom Zehballen in die Ferse verlagert. Wenn du das verinnerlichst, wird sich dein Ballkontakt deutlich verbessern.
Videoanleitung: So sieht es in der Praxis aus
Wenn du die Methode in Aktion sehen willst, schau dir das Video an:
Zur Videoanleitung: Hüftdrehung im Golf
Fazit
Die richtige Hüftdrehung ist kein Zufallsprodukt. Mit dem richtigen Bewegungsablauf – erst Druck, dann Streckung – erzeugst du eine saubere Rotation, die deinen Schwung effizienter, kraftvoller und kontrollierter macht.
Wenn du diese Methode regelmäßig trainierst, wirst du mehr Länge, mehr Konstanz und ein besseres Gefühl im Treffmoment entwickeln.
FAQ – Häufige Fragen zur Hüftdrehung im Golfschwung
Wie starte ich die Hüftrotation im Abschwung richtig?
Nicht durch aktives Aufdrehen der Hüfte, sondern über den Druck in den linken Zehballen und die anschließende Streckung des linken Beins. So rotiert die Hüfte ganz automatisch und kontrolliert.
Was passiert, wenn ich die Hüfte zu früh drehe?
Dann zieht meist der Oberkörper mit, du verlierst die Vorspannung – und der Schläger kommt zu steil oder von außen an den Ball. Das führt oft zu Slices oder getoppten Bällen.
Wieso ist der Druck im linken Fuß so wichtig?
Weil er die Basis für die Rotation ist. Ohne diesen Druck fehlt dir die Stabilität – und damit die Grundlage für eine effektive Bewegungskette im Abschwung.
Kann ich die Hüftdrehung gezielt trainieren?
Ja – am besten mit Probeschwüngen ohne Ball. Achte auf das Bewegungsmuster: Druck in den Zehballen, dann Streckung, dann Rotation. Wiederhole das regelmäßig, bis es sich natürlich anfühlt.
Wenn dir dieser Artikel geholfen hat, dann empfehle ihn gern weiter an deine Golffreunde. So profitieren auch sie von mehr Kontrolle und einer besseren Hüftdrehung im Schwung.
Sportliche Grüße
Sigmar