Golf Mental Tipps (BESSER GOLF SPIELEN)

Wie du dich mental auf dem Golfplatz auf Siegkurs bringst

Sonntagmorgen, noch leicht neblig. Du ahnst jedoch schon, dass die Sonne, die sich aktuell noch versteckt, dir bald ein wenig mehr Wärme liefern wird. Immerhin ist es ja auch schon Oktober, die Golfsaison – zumindest in Deutschland – neigt sich dem Ende entgegen und du möchtest die letzten sich bietenden Gelegenheiten noch nutzen, dein Handicap zu verbessern. 

So viel hast du trainiert in den letzten Monaten, mit deinem Pro auf der Drivingrange, oder hast auch die Möglichkeit genutzt, deinen Golfschwung zu filmen und ihn an die Pros von Golfreich(link) zu schicken. 

Wo bleibt der Lohn? Endlich möchtest du auch mal im Turnier das zeigen, was doch in den letzten Wochen so gut auf der Range und auf den privaten Runden geklappt hat. 

Endlich die kurzen Chips im zweistelligen Zentimeterbereich an die Fahne bringen. Oder den Abschlag an Loch 1, der eh immer besonders aufregend ist, zum Turnierstart einfach locker, flockig mitten aufs Fairway und zwar hinter dem Hügel und nicht im Slice rechts in den Wald….

Oder wie wäre es, wenn einfach all die kurzen, todsicheren Puts wirklich mal alle fallen? 

Kennst du solche Gedanken? Vielleicht nicht genau diese, aber viele Golfer*innen kennen dieses wirre Gedankenkarussell so kurz vor dem Turnierstart. Was  –  wäre  –  wenn…..

Und fatalerweise setzt sich das manchmal auch noch im Turnier fort.

Eine, die sich mit so etwas auskennt, weil sie Golferin und Sport-Mental-Trainerin ist, ist Ute Stanggassinger. Ich habe sie nach ihren besten mentalen Tipps gefragt, die du leicht umsetzen kannst. Um mental stark in die abschließenden, letzten Turniere zu gehen, so dass du deine Ziele noch erreichen kannst. 

Die 5 besten Tipps einer Sport-Mental-Trainerin (Golf mental Tipps).

Tipp 1: Bleibe immer im Hier und Jetzt 

👉 Konzentriere dich IMMER auf den bevorstehenden, nächsten Schlag. Verschwende keinen Gedanken an den letzten, aber auch keinen an den übernächsten Schlag. 

Wenn dir das schwerfällt, rede im Kopf mit dir selbst, was du jetzt tust. 

✅  „Ich nehme jetzt das 9er Eisen und schlage den Ball auf das Grün….Dabei achte ich darauf, dass meine Ausrichtung stimmt…… Spreche den Ball an…. Hole aus….“

👉Immer der nächste Schlag ist der wichtigste und der einzige, den du beeinflussen kannst. 

Rechne NIEMALS während der Runde den vermeintlichen Endscore aus, so unter dem Motto: 

❌ “Wenn ich jetzt so mit den Boogies weiter mache, komme ich bei xy Schlägen über dem Handicap raus.”  oder: 

❌“Jetzt muss ich aber an noch mindestens vier Löchern 3 Nettopunkte machen, damit ich noch auf mein Handicap komme.” Solche Gedanken bringen dir nichts, im Gegenteil. Sie schaden dir, denn sie bringen dich aus dem Flow, bzw. verhindern, dass du überhaupt da rein kommst. 

Tipp 2: Visualisiere jeden Schlag

Sicher hast du schon etwas zum Thema „Visualisieren“ gehört. Mittlerweile gehört es in immer mehr Sportarten zur absoluten Routine in der Vorbereitung. Du kannst alles visualisieren: Den perfekten Schlag, oder auch den Schlag ins Wasser….. in den Bunker. Diese Visualisierung findet auch unbewusst statt, denn jeder Gedanke erzeugt ein Bild. Und was siehst du, wenn du denkst: 

„Hoffentlich nicht ins Wasser/ nicht in den Bunker….??“ Richtig! Unbewusst erzeugst du ein Bild, wie du den Ball im Wasser versenkst oder mitten in den Bunker haust. Vielleicht eine kleine Ergänzung: Für das Wörtchen “nicht” gibt es kein Bild, deshalb macht dein Gehirn daraus: „Ins Wasser, in den Bunker!“ Du siehst dich also eher scheitern, anstatt den perfekten Schlag ausführen. Was du tun kannst:

👉 Stelle dir vor dem eigentlichen, realen Schlag den perfekten Schlag vor deinem geistigen Auge vor. 

✅ Du siehst wie der Ball den Boden verlässt (vielleicht sogar das Divot fliegen).

✅ Du siehst die perfekte Flugbahn und wie der Ball landet, sogar wie er rollt, wenn er rollen soll.  

Erst wenn du die perfekte Flugbahn und du dein gewünschtes Ergebnis gesehen hast, führst du den Schlag in der Realität aus. (Spezial Tipp: Du kannst das auch bereits zu Hause trainieren, natürlich dann nur in deiner Vorstellung. Gehe deine schwierigsten Schläge in der Vorstellung durch.) 

Tipp 3 : Nutze die Spielpausen

Was tust du, wenn du von einem Grün zum nächsten Abschlag gehst? Oder du auf dem Fairway ein paar (viele) Meter zurücklegen musst. 

Du beschäftigst dich damit, welchen Schläger du benutzen wirst und wie du den nächsten Ball spielst? Okay! Das darfst du. Meine Empfehlung ist allerdings unbedingt auch diese Pausen für eine kurze Entspannung zu nutzen. Lass ganz bewusst mal den Blick schweifen und betrachte die umliegenden Bäume. 

👉 Setze deine Atmung ganz bewusst ein. 

✅ Achte dabei darauf, dass du den Fokus auf deine Ausatmung lenkst. Atme lang und bewusst aus! Nach ein paar solcher bewusster Atemzüge versuche einmal nach dem Einatmen den Atmen für fünf bis zehn Sekunden anzuhalten. Damit lenkst du dich von Ärger ab und entspannst gleichzeitig deine Muskeln.

Dann wieder bewusst und kräftig ausatmen.

✅  Auch Wörter können dich beim Atmen unterstützen und dir helfen, dich wieder ins Hier und Jetzt zu bringen. Zum Beispiel: “Ich – bin” , ich = einatmen…… biiiiiiiiin mit ganz langem “i” ausatmen, oder das Wort: PAU——SE.

Ein konsequentes Ausatmen fördert reflexartig ein kräftiges Einatmen. Du bekommst mehr Luft. 

Tipp 4 : Bestimme deine Gedanken

Du siehst, was du denkst!  

Stell dir vor, du stehst 40 Meter vor dem Grün. Das Grün verteidigt von einem wirklich schön angelegten Wasserhindernis. Zwischen Wasser und Grün kein Platz. Aber es ist ja eh keine Entfernung. 40 Meter! Das kriegst du im Training locker hin. Und zwar präzise.

Und jetzt im Turnier: Was denkst du? 

Mal ein paar Ideen für HINDERLICHE Gedanken: 

❌ Bloß nicht ins Wasser! 

❌ Hoffentlich klappt es diesmal, letzte Woche habe ich Den hier im Wasser versenkt. 

❌ Meine Score ist im Eimer, wenn ich jetzt auch noch einen Strafschlag bekomme. 

Jeder Gedanke erzeugt ein Bild. Was passiert, wenn du den Gedanken hast: “Beim letzten Mal versenkte ich genau hier den Ball im Wasser“?

Genau: Du siehst dich wieder, wie du den Ball in das Wasser haust.

Das passiert auf einer unterbewussten Ebene. Du siehst dich scheitern……Dein Vertrauen in dich schwindet….. Die Wahrscheinlichkeit eines missglückten Schlags wird erhöht. 

Und das Fatale: Für das Wort “nein”, “nicht” gibt es kein Bild. Wenn du also zu dir sagst: „Den haue ich jetzt nicht ins Wasser“……macht dein Unterbewusstsein daraus: „Hau’ ihn ins Wasser“!

Was du also tun kannst, um deine Gedanken auf Erfolgsspur zu bringen:

✅ Sage/denke genau, was du tun wirst. 

✅⇒ Ich schlage den Ball sicher aufs Grü. 

✅⇒ Ich schwinge durch den Ball, lasse den Kopf unten und setze den Ball sicher an die Fahne (überprüfe mal, was für ein Bild du kreierst, wenn du genau den zweiten Satz denkst…..)

Du siehst einen wunderschönen Schlag aufs Grün…. 

Einschub: Wenn du jetzt denkst: „Nein, so kann ich nicht denken, der positive Satz ist noch nicht glaubhaft für mich“, dann solltest du an dem Thema unbedingt weiterarbeiten. 😉

Ist dir aufgefallen, dass du an den Punkt hier gleich die Visualisierung anschließen kannst? Also erst der richtige Gedanke, dann die Visualisierung (siehe Punkt 2) und dann der Schlag. 

Tipp 5 : Genieße dein Golf-Erleben oder dein Golfer-Leben

Der letzte Tipp ist besonders dann für dich geeignet, wenn du Golf als deine Leidenschaft, dein Hobby bezeichnest, aber du damit nicht deine Brötchen verdienst und eine Familie damit ernährst.   

Viel zu häufig erlebe ich in meiner Arbeit (auch schon mit sehr jungen Sportler*Innen), wie viel Druck dort entsteht – und aus diesem Druck Selbstzweifel oder zumindest große Unzufriedenheit wächst. 

Ist Das der Sinn? Sicher nicht. Deshalb möchte ich dich noch einmal dazu ermutigen, dir mal folgende Fragen zu stellen:

Warum spiele ich Golf? Was gefällt mir daran (finde mindestens drei Dinge)? Was habe ich davon? Was tue ich Gutes für mich, wenn ich Golf spiele?

Ich weiß nicht, welche Antworten du für dich findest, ich vermute aber, dass zumindest ein paar dabei sind, die in die Richtung gehen:

✅ Ich bin in der Natur, an der frischen Luft 

✅ Ich bewege mich 

✅ Ich bin mit Freunden zusammen 

✅ Ich tue etwas für meine Gesundheit 

✅ Ich genieße die schönen Schläge

Egal, was es genau bei dir ist, finde etwas, warum es dir FREUDE macht und stelle das wieder in den Fokus! 

——

Es gibt noch so viel mehr, was du mental für dich tun kannst. Zum Beispiel haben wir die Bereiche Emotionen und Verarbeitung von Enttäuschungen hier gar nicht angesprochen. Wenn du mehr dazu wissen möchtest, schau gern bei Ute Stanggassinger www.mentalhouse.de vorbei oder unbedingt ihren MentalHouse Club, der speziell für Freizeitsportler eine ideale Möglichkeit ist, sich mental auf ein anderes Level zu bringen. 

Zu unserem interaktives online Golftraining: Es hilft Golfern dabei, zeitlich und geografisch unabhängig auf einen PGA Golfpro zugreifen zu können. Denn es gibt fast nichts Schlimmeres für den Golfschwung, als wenn wir über einen längeren Zeitraum die falsche Technik eintrainieren. Das interaktive Training von Golfreich bietet aber nicht nur individuelle Schwunganalysen, schnelles Feedback, Schritt-für-Schritt-Trainingspläne mit wöchentlichen Übungen, sondern auch Mental Training

Mit besten Grüßen,

Sigmar von Golfreich

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