Individuelles Coaching

Beweglichkeit für Golfer: Diese 4 Übungen solltest du machen

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Ein guter Golfschwung braucht nicht nur Technik, sondern auch ausreichend Beweglichkeit.

Wenn dir zum Beispiel Beweglichkeit in den Sprunggelenken, der Hüfte, den Schultern oder der Brustwirbelsäule fehlt, kann es schwieriger werden, bestimmte Bewegungen im Golfschwung locker und ohne unnötige Ausweichbewegungen auszuführen.

Vielleicht kannst du eine bestimmte Position erreichen, wenn du dich bewusst darauf konzentrierst. Sobald du aber versuchst, locker und dynamisch zu schwingen, fällt dein Körper wieder in das alte Bewegungsmuster zurück.

Genau deshalb kann es sinnvoll sein, neben der Golftechnik auch an deiner Beweglichkeit zu arbeiten.

In diesem Artikel zeigen wir dir vier Übungen, mit denen du wichtige Bereiche für deinen Golfschwung trainieren kannst.

Warum ist Beweglichkeit beim Golf wichtig?

Beim Golfschwung müssen verschiedene Körperbereiche miteinander arbeiten.

Deine Hüfte muss rotieren können. Deine Sprunggelenke müssen Bewegungen des Unterkörpers zulassen. Deine Brustwirbelsäule sollte ausreichend beweglich sein und auch deine Schultern benötigen genügend Bewegungsfreiheit.

Fehlt diese Beweglichkeit, sucht sich dein Körper häufig einen anderen Weg, um den Schläger trotzdem zum Ball zu bekommen.

Das bedeutet nicht automatisch, dass jeder Golfer maximal beweglich sein muss. Entscheidend ist, dass du genügend Beweglichkeit für die Bewegungen besitzt, die du in deinem Golfschwung ausführen möchtest.

Die folgenden vier Übungen helfen dir dabei.

Übung 1: Sprunggelenksmobilität verbessern

Eine ausreichende Beweglichkeit im Sprunggelenk ist wichtig, damit sich dein Unterkörper während des Golfschwungs frei bewegen kann.

Gehe dafür in einen versetzten Stand. Ein Bein steht vorne, das andere hinten.

Kippe dein Becken leicht, indem du Bauchnabel und Schambein etwas zueinander ziehst. Schiebe anschließend das Knie des vorderen Beins kontrolliert nach vorne über die Fußspitze.

Die Ferse bleibt dabei am Boden (sieh Video weiter oben).

Versuche das Knie so weit wie möglich nach vorne zu bewegen, ohne dass die Ferse den Bodenkontakt verliert.

Warum hilft das beim Golfschwung?

Deine Sprunggelenke sind ein wichtiger Bestandteil der Bewegungskette im Golfschwung.

Ist die Beweglichkeit eingeschränkt, kann es schwieriger werden, das Gewicht kontrolliert zu verlagern und die Bewegung des Unterkörpers frei auszuführen.

Wiederhole die Bewegung kontrolliert auf beiden Seiten.

Übung 2: 90/90 Hip Switch für mehr Hüftrotation

Die zweite Übung konzentriert sich auf die Innenrotation und Außenrotation deiner Hüfte.

Setze dich dafür in die sogenannte 90/90 Position. Zwischen Oberkörper und Oberschenkel sowie zwischen Ober und Unterschenkel entstehen ungefähr 90 Grad.

Richte deinen Oberkörper auf und halte deine Schultern entspannt.

Bewege anschließend deine Knie kontrolliert von einer Seite zur anderen. Versuche dabei, die Bewegung möglichst aus der Hüfte entstehen zu lassen und deinen Oberkörper aufrecht zu halten.

Warum ist die Hüftbeweglichkeit beim Golf wichtig?

Während des Rückschwungs und des Durchschwungs muss deine Hüfte rotieren können.

Dafür braucht das Hüftgelenk sowohl Innenrotation als auch Außenrotation.

Ist diese Beweglichkeit eingeschränkt, kann dein Körper versuchen, die fehlende Bewegung an anderer Stelle auszugleichen.

Der 90/90 Hip Switch ist deshalb eine gute Übung, um beide Bewegungsrichtungen regelmäßig zu trainieren.

Übung 3: Schulterbeweglichkeit im Fersensitz

Bei dieser Übung kombinieren wir die Beweglichkeit von Sprunggelenken, Knien und Hüfte mit einem Test für deine Schulterbeweglichkeit.

Setze dich zunächst in den Fersensitz.

Anschließend führst du einen Arm von oben hinter deinen Kopf und den anderen Arm von unten hinter deinen Rücken.

Versuche, deine Fingerspitzen hinter deinem Rücken zusammenzubringen.

Halte dabei deine Brust aufrecht und vermeide es, deinen Oberkörper stark nach vorne zu bewegen.

Danach wechselst du die Seiten.

Was hat die Schulterbeweglichkeit mit dem Golfschwung zu tun?

Besonders während des Rückschwungs benötigt die Schulter ausreichend Bewegungsfreiheit.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Position des hinteren Arms im Rückschwung. Diese wird häufig mit der Position eines Kellners verglichen, der ein Tablett trägt.

Dafür benötigt die Schulter unter anderem ausreichend Außenrotation.

Wenn zwischen deinen Händen noch deutlich Abstand besteht, kann es deshalb sinnvoll sein, gezielt an deiner Schulterbeweglichkeit zu arbeiten.

Übung 4: Rotation der Brustwirbelsäule

Die letzte Übung konzentriert sich auf die Rotation deiner Brustwirbelsäule.

Gehe dafür in eine Position, in der deine Knie etwas weiter auseinander stehen und du deinen Unterkörper möglichst stabil hältst.

Stütze dich mit einem Arm ab.

Die andere Hand führst du seitlich an deinen Kopf. Von dort rotierst du deinen Oberkörper kontrolliert nach oben.

Versuche deinen Brustkorb aufzurichten und vermeide es, während der Bewegung einfach nur den Rücken rund zu machen.

Dein Ellenbogen bewegt sich während der Rotation in Richtung Decke.

Atme beim Aufrotieren aus und beim Zurückkommen wieder ein.

Führe etwa 12 bis 15 Wiederholungen pro Seite durch.

Warum ist die Brustwirbelsäule für Golfer wichtig?

Der Golfschwung beinhaltet eine große Rotationsbewegung.

Ein Teil dieser Bewegung entsteht aus der Hüfte, ein weiterer wichtiger Teil aus dem Oberkörper.

Eine bewegliche Brustwirbelsäule kann dir helfen, deinen Oberkörper im Rückschwung und Durchschwung freier zu rotieren, ohne die Bewegung unnötig aus anderen Körperbereichen erzeugen zu müssen.

Wie oft solltest du deine Beweglichkeit trainieren?

Du musst kein langes Golf Mobility Training absolvieren.

Viel wichtiger ist, dass du regelmäßig daran arbeitest.

Du kannst diese vier Übungen beispielsweise vor deinem Golftraining durchführen oder sie als kurze Mobility Routine in deinen Alltag integrieren.

Achte dabei nicht nur darauf, wie weit du in eine Position kommst. Die Bewegung sollte sich zunehmend kontrolliert und locker anfühlen.

Denn genau das ist später auch für deinen Golfschwung entscheidend.

Beweglichkeit und Golftechnik gehören zusammen

Mehr Beweglichkeit allein sorgt noch nicht automatisch für einen besseren Golfschwung.

Sie kann dir aber die körperlichen Voraussetzungen geben, bestimmte Bewegungen einfacher auszuführen.

Wenn du technisch genau weißt, welche Bewegung du machen möchtest, dein Körper diese Position aber nur mit viel Spannung erreicht, kann die fehlende Beweglichkeit deinen Fortschritt erschweren.

Deshalb lohnt es sich, beides gemeinsam zu betrachten: deine Golftechnik und deine körperlichen Voraussetzungen.

Wenn du bei einer der Übungen merkst, dass dir eine Bewegung besonders schwerfällt oder du gezielt an deiner Beweglichkeit für den Golfschwung arbeiten möchtest, können wir dich dabei individuell unterstützen.

Im Golf Fitness Coaching schauen wir uns an, wo deine persönlichen Einschränkungen liegen und welche Übungen für deinen Golfschwung sinnvoll sind.

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