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Gewichtsverlagerung Golfschwung: Die 8-Methode

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Warum wirkt dein Schwung manchmal kraftlos, obwohl du das Gefühl hast, alles richtig zu machen? Das Problem liegt fast immer nicht an den Armen — sondern am Timing. Wer die Gewichtsverlagerung im Golfschwung falsch timt, zieht aus den Armen und produziert Fehlschläge.

In diesem Artikel erkläre ich die 8-Methode: ein konkretes Körpergefühl, das dir zeigt, wo der Druck in deinen Füßen hingehört — und wann.

Der Unterkörper geht immer voraus (Gewichtsverlagerung Golfschwung)

Der Wurfreflex kennt jeder: erst zurück, dann das Gewicht nach vorne — und der Arm folgt von selbst. Im Golfschwung läuft es genauso ab.

Der häufigste Fehler, den wir bei Golfern sehen: Sie starten im Rückschwung mit dem Schläger. Die Verlagerung kommt zu spät. Oben angekommen sind sie in einer schwachen Position und kommen von außen an den Ball — das klassische Ergebnis einer zu späten Gewichtsverlagerung beim Golf. Fehlschläge rechts, links, schlechter Ballkontakt.

Was ist die 8-Methode?

Die 8-Methode beschreibt den Druckverlauf unter den Füßen während des Golfschwungs. Stell dir eine Acht vor — du stehst genau in der Mitte, wo sich die zwei Kreise kreuzen. Der Druck folgt dann diesem Weg:

Beim Ausholen geht der Druck zuerst in den rechten Ballen (Linkshänder: linker Ballen) — noch bevor sich der Schläger bewegt. Wenn der Schläger etwa auf Hüfthöhe ist, wandert der Druck in die rechte Hacke. Das Gewicht bleibt dabei immer auf der Innenkante — nie auf die Außenkante rollen.

Beim Durchschwingen geht der Druck in den linken Ballen, dann in die linke Hacke. Die Hüftdrehung setzt dabei automatisch ein — nicht durch aktives Aufdrehen, sondern weil der Druckwechsel sie auslöst. Ähnlich wie bei lateinamerikanischen Tänzen, wo die Hüfte diese kreisende Bewegung macht.

Das Muster ist immer gleich: Ballen – Hacke – Ballen – Hacke.

Wichtig hierbei: Der Druck muss in den Ballen gehen, bevor sich der Schläger bewegt. Nicht gleichzeitig — vorher. Das ist der Timingpunkt, den die meisten verpassen. Sportwissenschaftlich betrachtet initiiert der Unterkörper die kinetische Kette — Energie wird von unten nach oben übertragen, nie umgekehrt.

So übst du die 8-Methode

Schritt 1: Trockenübung zu Hause

Stell dich in deine normale Schlaghaltung, ohne Schläger. Sprich laut: „Ballen – Hacke – Ballen – Hacke.“ Spür, wie der Druck von Fuß zu Fuß wandert. Die Hüfte schwingt dabei von selbst mit — flüssig, nicht ruckartig. Immer auf der Innenkante bleiben.

Am Anfang fühlt es sich ungewohnt an. Wiederhole die Bewegung, bis sie automatisch kommt.

Schritt 2: Direkt vor dem Schlag

Wenn die Bewegung sitzt, mach sie direkt vor jedem Schlag noch einmal. Ballen – Hacke – Ballen – Hacke. Dann stell dir die Acht unter den Füßen vor — erst dann schlägst du den Ball.

Schritt 3: Mit Ball auf der Range

Wer diesen Ablauf verinnerlicht, merkt: Von innen an den Ball kommen fühlt sich plötzlich leichter an, weil der Körper den richtigen Schwungweg vorgibt. Von außen kommen würde sich dann geradezu falsch anfühlen.

Häufige Fragen zur Gewichtsverlagerung im Golfschwung

Was bedeutet Gewichtsverlagerung im Golfschwung? Gewichtsverlagerung beschreibt, wie der Körperschwerpunkt während des Schwungs von Fuß zu Fuß wandert. Beim Ausholen geht das Gewicht auf den hinteren Fuß, dann wieder zurück auf beide Füße. Beim Durchschwingen weiter auf den vorderen. Wer das falsch timt, verliert Power und Kontrolle.

Warum geht der Druck zuerst in den Ballen und nicht die Hacke? Der Ballen aktiviert die Hüftdrehung früher und gibt dem Körper die richtige Ausgangsposition für den Durchschwung. Wer direkt in die Hacke geht, dreht sich zu früh und verliert die Spannung im Oberkörper.

Wie lange dauert es, bis die 8-Methode sitzt? Wer die Trockenübung täglich fünf Minuten macht, spürt nach einer Woche deutliche Veränderungen im Körpergefühl. Auf der Range braucht es dann meist mehr Einheiten, bis die Bewegung automatisch kommt.

Funktioniert die 8-Methode auch für Linkshänder? Ja, gespiegelt. Der Druck geht beim Ausholen zuerst in den linken Ballen, dann in die linke Hacke — beim Durchschwingen in den rechten Ballen und die rechte Hacke.

Was passiert, wenn das Gewicht auf die Außenkante wandert? Das Gleichgewicht bricht weg und die Hüftdrehung wird blockiert. Der Schwung wird instabil, der Ballkontakt unberechenbar. Deshalb immer bewusst auf der Innenkante bleiben.

Fazit

Die 8-Methode gibt dir einen konkreten Druckverlauf, an dem du dich orientieren kannst. Ballen – Hacke – Ballen – Hacke. Wer das verinnerlicht, schwingt die Hüfte automatisch mit — und der Weg von innen an den Ball ergibt sich von selbst. Üb es zuerst zu Hause, dann auf der Range, dann mit Ball.

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